Elferrat

Historisch entwickelt hat sich der Elferrat, wie auch viele bekannte Rituale im Karneval, als Persiflage aus Protest gegen die französiche Besetzung linksrheinischer Gebiete im frühen 19. Jahrhundert. So u.a. die Art der Unformen, Grußerweisungen, Marschformationen, Orden und die Freiheit, unter dem Schutz der Narrenkappe, Dinge öffentlich zu karikieren. In den Sitzungen stellt der Elferrat praktisch das Parlament der Narrengesellschaft dar. Dieses Gremium ist das Bindeglied zwischen dem Vorstand und der Mitgliederversammlung. Auf Grund ihrer Zusammensetzung organisieren die Elferräte die Sitzungen, deren Ausstattung und Programme, Umzüge u.a. Veranstaltungen. Ursprünglich nur Männern vorbehalten, hat sich natürlich auch hier der Zeitgeist geändert und inzwischen auch Frauen in seine Reihen aufgenommen.
Der Personalbestand beschränkt sich, außer auf der Bühne während der Sitzungen, nicht nur auf die 11 Narren, sondern besteht in unserer Gesellschaft aus rund 30 Prinzessinnen und Prinzen, Vorständen, Leitern einzelner Gruppen und ggfl. aus für die Gesellschaft wichtigen Mäzenen. Die Elferräte werden jeweils für eine Wahlperiode berufen. Ihnen steht ein gewählter Elferratspräsident vor.